BR-Newsletter | 21.11.2018 Gehaltsabschluss 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben also einen Gehaltsabschluss für den öffentlichen Dienst (Beamt_innen und Vertragsbedienstete): ein Plus von 3,45 bis 2,51% - je nach Gehaltsstufen. Minister Löger spricht in den Medien von einem Durchschnittsergebnis von plus 2,76%.
Information der GÖD
Tabellen

Wie erfolgreich ist das aus Sicht der Mitarbeiter_innen?

Erster Blick: die Inflation liegt derzeit bei 2,2%. Also, das wurde abgedeckt und etwas übererfüllt.

Zweiter Blick: der Gehaltsabschluss scheint daher aus anderem Blickwinkel eher als Kürzung und wir zahlen drauf oder verlieren, ob wir wollen oder nicht. Denn sparen kann man bei manchen Kostenfaktoren nur bedingt.

  • der Miniwarenkorb, also unser durchschnittlicher Wocheneinkauf liegt bei satten 5,5%.
    Auch die Mietpreise steigen seit Jahren überproportional. Für heuer liegt der Wert bei 3,6%
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  • Und die Mietpreise haben im Vergleich zu den Lohnkosten auch über die letzten Jahre schon immer deutlicher angezogen: im Zeitraum 2008 bis 2016 sind beispielsweise die Hauptmietzinse bei Neuvermietung um 35%, die Löhne nur um 22% gestiegen.
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    Ein gegenläufiger Trend ist dabei nicht abzusehen.
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  • Noch deutlicher wird es bei den Energiekosten. Da liegt die Steigerung im Vergleich zum Vorjahr bei beinahe 8%.
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Dritter Blick: Wir halten weiterhin an unserer Forderung fest: Die Inflation muss immer außer Streit stehen und die Verhandlungen müssen auch die anderen Indizes berücksichtigen. Und anstatt immer wieder zu erwähnen was die Lohnabschlüsse kosten, sollten sich die Verantwortlichen endlich wirksame Maßnahmen überlegen, die über ideenlose Kürzungen hinausgehen und diese rasch umsetzen.

Und: wir warten weiterhin gespannt auf den Uni-Kollektivvertragsabschluss. Unsere Forderungen sind nach wie vor aufrecht.
Unser Forderungspapier zum KV-Uni.

Mit kollegialen Grüßen

der Betriebsrat

Impressum:
Betriebsrat für das allgemeine Universitätspersonal
Universitätsring 1, 1010 Wien
braup.univie.ac.at