BR-Newsletter | 21.09.2018 Arbeitszeit, Forderungen KV-Uni und Gehaltsverhandlungen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Am vergangenen Dienstag trafen sich erstmals österreichweit mehr als 900 Betriebsrät_innen zu einer Konferenz, Thema: Kollektivvertragsverhandlungen vor dem Hintergrund des neuen Arbeitszeitgesetzes. Dabei ging es nicht um eine blinde Ablehnung von Neuerungen, sondern um die Forderung nach einem modernen Arbeitszeitrecht: Planbarkeit, Rechtsicherheit und Mitsprache.
Link zur Seite des ÖGB mit allen Details

Auch die GÖD hat teilgenommen.

Der Vorsitzende Norbert Schnedl ließ sich zwar durch ein Vorstandmitglied, Kollegen Maschat, vertreten, doch kam es zumindest zu einer deutlichen Solidaritätsadresse. Und obwohl (leider) die arbeitszeitrelevanten Themen der ausgegliederten Bereiche nicht explizit erwähnt wurden, so waren zumindest die Betriebsratsvorsitzenden der ausgegliederten Bereiche, zu denen auch die Universität zählt, zur Konferenz eingeladen worden. Eine Möglichkeit, die bisher in der Form nicht offenstand.
Damit ist unsere jahrelange Forderung in Richtung der GÖD nach der Einbindung in die Gehalts- und Kollektivvertragsverhandlungen zumindest ein Stück weit erfüllt.

Solidarität über alle Branchen hinweg.

Denn niemand lebt und arbeitet auf einer Insel: jede Auswirkung in einem Bereich hat Folgen für einen anderen, direkt und auch indirekt.
Und auch die Kolleg_innen, die noch dem BDG oder VBG unterliegen, leiden unter den Auswirkungen der immer weiteren Ausdehnung der Höchstarbeitszeit im Angestelltenbereich: anstatt der einstmals versprochenen Möglichkeit durch den Kollektivvertrag mehr und schneller notwendige Arbeitsplätze zu schaffen und längst fehlendes Personal zu ergänzen, wird nun noch mehr Arbeitslast auf immer weniger Personen verteilt!

Unsere Forderungen an die Verhandler_innen.

Für uns ist es eine zentrale Aufgabe der Arbeitnehmer_innenvertretung des größten Betriebes der Branche „Universität“, die Themen einzubringen, auf die wir immer wieder stoßen: bei Beratungen, bei Verhandlungen mit dem Dienstgeber und auch durch direkte Rückmeldungen von Euch.
All diese Erfahrungen haben wir zusammengestellt und den maßgeblichen Personen in der Gewerkschaft übermittelt:
Download Forderungen KV-Uni und Gehaltsverhandlungen

Solidarität mit anderen Initiativen

Auch andere Initiativen fordern faire und familienfreundliche Arbeits(zeit)verteilung ein.
So ist zum Beispiel jede Stimme für das Frauen*Volksbegehren eine Stimme für eine moderne Gesellschaft, die auf Gerechtigkeit und sozialen Frieden aufgebaut ist!
Die Eintragungswoche für das Frauen*Volksbegehren läuft vom 1. bis zum 8. Oktober!
Alle Wahlberechtigten, die noch keine Unterstützungserklärung abgegeben haben, können das Frauen*Volksbegehren unterschreiben. Online oder in jedem Gemeindeamt, ganz unabhängig vom Wohnort.
Wo unterschreiben?
Link zu den Forderungen

Es gibt also einiges zu tun! Wir werden weiter dranbleiben und Euch über die Weiterentwicklungen informieren.

Fragen, Feedback und mehr bitte gern und jederzeit an unsere Servicemailadresse!

Mit bestem Gruß,

der Betriebsrat

Impressum: Betriebsrat für das allgemeine Universitätspersonal Universitätsring 1, 1010 Wien, braup.univie.ac.at